Heft 1/2026: Antiziganismus/Rassismus gegen Sinti* und Roma*

Antiziganismus wirkt als struktureller Rassismus bis in die Gegenwart. Diese Ausgabe zeichnet historische Linien seit dem NS-Völkermord nach und zeigt, wie Diskriminierung von Sinti* und Roma* in Bildung, Verwaltung und öffentlicher Debatte fortbesteht. Die Autor*innen analysieren Mechanismen der Ausgrenzung, beleuchten Kontinuitäten nach 1945 und verbinden wissenschaftliche Perspektiven mit Erfahrungen aus der Praxis. Im Zentrum steht die Frage, wie tief verankerte Zuschreibungen, institutionelle Routinen und gesellschaftliche Deutungsmuster systematische Benachteiligung stabilisieren.

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Mit Beiträgen von

Thure Alting (M. A.) ist Sozialarbeiter und Bildungsreferent bei Spiegelbild e. V.

Amaro Foro e. V. ist ein transkultureller Jugendverband von Rom:nja und Nicht-Rom:nja.

Katja Anders ist Erziehungswissenschaftlerin und Mitarbeiterin der Bildungsabteilung der Gedenkstätte Sachsenhausen.

Antje Barten ist Projektreferentin beim AdB e. V. für das Projekt SPREADfür Fortbildungen und Prozessbegleitung mit diskriminierungskritischen Schwerpunkt.

Cvetka Bovha ist Projektreferentin beim AdB e. V. für das Projekt SPREAD für Fortbildungen und Prozessbegleitung mit diskriminierungskritischen Schwerpunkt.

Der Bundes Roma Verband ist die Dachorganisation der migrantischen Roma in Deutschland.

Sofia Erto ist Referentin für Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation bei der Bundesgeschäftsstelle der Melde- und Informationsstelle Antiziganismus MIA.

Das Projekt FAIRhandeln setzt Angebote der Demokratieförderung an Berufsschulen und Einrichtungen der offenen Kinder- und Jugendarbeit um.

Radoslav Ganev (Dipl. Pol.) ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Katholischen Stiftungshochschule in München. Er ist Gründer der Roma-Selbstorganisation Romanity e. V. sowie Mitgründer des Studierendenverbands der Sinti und Roma in Deutschland e. V. und engagiert sich intensiv in der Forschung und Aufklärung zum Thema Antiziganismus.

Manuel Glittenberg (M. A. Soziologie) ist Bildungsreferent im Projekt „Zusammenleben neu gestalten“ der DeGeDe in Hessen. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Demokratie- und Menschenrechtsbildung.

Dr. Riccarda Henkel ist Archivarin, Historikerin und Politologin. Sie arbeitet im Dezernat 21 (Bestände 10. Jh. bis 1945) des Landesarchivs Sachsen-Anhalt.

Prof. Dr. Birgit Jagusch ist wissenschaftliche Co-Leiterin im Projekt Raison an der Technischen Hochschule Köln und Professorin für Soziale Arbeit und Diversität an der TH Köln am Institut für Migration und Diversität. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen bei Rassismuskritik, Antisemitismus, Rechtsextremismus, Kinderschutz, Diversität und Antidiskriminierung.

Dr. Sarah Kleinmann ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Forschungsstelle Antiziganismus der Universität Heidelberg.

Anno Kluß ist Diplom-Pädagoge und wissenschaftlicher Mitarbeiter im Projekt RaisoN an der Technischen Hochschule Köln, freiberuflich tätig in Organisationsentwicklung, Prozessbegleitung, Erwachsenenbildung und Evaluation mit den Schwerpunkten Ungleichwertigkeitsideologien, Kommunikation und soziale Vielfalt.

Josephine Kreutzmüller wirkt bei BÜRO BLAU als studentische Mitarbeiterin an verschiedenen politischen Bildungsprojekten mit. 2024 schloss sie ihr Bachelorstudium der Politikwissenschaft in Berlin und Brüssel ab und studiert nun an der Freien Universität Berlin den Master Gender, Intersektionalität und Politik, wo sie sich mit Ansätzen und Theorien des intersektionalen Feminismus beschäftigt.

Prof. Dr. Beate Küpper ist Sozialpsychologin, Professorin für Soziale Arbeit in Gruppen und Konfliktsituationen an der Hochschule Niederrhein und Ko-Autorin der FES „Mitte-Studie“ zu antidemokratischen und rechtsextremen Einstellungen in der Gesellschaft.

Dr. Ralf Lusiardi ist Leiter der Abteilung 2 (Magdeburg) des Landesarchivs Sachsen-Anhalt und Mitglied der Historischen Kommission für Sachsen-Anhalt.

Verena Meier ist Postdoktorandin an der Forschungsstelle Antiziganismus am Historischen Seminar der Universität Heidelberg.

Prof. Dr. Meron Mendel ist Professor für Soziale Arbeit und Direktor der Bildungsstätte Anne Frank in Frankfurt/M.

Dr. Radmila Mladenova ist Literatur- und Filmwissenschaftlerin und leitet den Critical Film & Image Hub an der Forschungsstelle Antiziganismus in Heidelberg. Ihre Forschungsinteressen liegen an der Schnittstelle von Rassismus und Kunst.

Ronny Noak ist Doktorand an der Forschungsstelle Weimarer Republik der FSU Jena und Redakteur bei Medaon.

Dr. Götz Nordbruch ist Sozial- und Islamwissenschaftler und seit Januar 2026 Co-Geschäftsführer von ufuq.de.

Mareike Otters ist Historikerin und Veranstaltungs- und Sonderausstellungsreferentin der Gedenkstätte Sachsenhausen sowie Ausstellungskuratorin.

PD Dr. Yvonne Robel ist wissenschaftliche Mitarbeiterin der Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg und Mitglied der Gesellschaft für Antiziganismusforschung. Sie beschäftigt sich u. a. mit strukturellem Antiziganismus auf lokaler Ebene und Erinnerungspolitiken.

Margitta Steinbach arbeitet bei AMCHA und betreut den Bereich Sinti* und transgenerationales Trauma. Sie gehört der Community der Sinti* an und ist Enkelkind von Überlebenden der Zwangslager Berlin-Marzahn und Magdeburg Holzweg. Zusammen mit anderen Nachkommen der genannten Zwangslager gründete sie den Verein Menda Yek, der sich mit psychosozialen Folgen des Holocaust für Sinti* beschäftigt.

Prof. Dr. Wolfram Stender ist Professor für Soziologie an der Hochschule Hannover.

Marla Vakili ist bei BÜRO BLAU für die Entwicklung und Durchführung von Erasmus+ Projekten, sowie den Inhalten anderer politischer Bildungsangebote für Jugendliche zuständig. Sie studierte Politikwissenschaft und Gender Studies in Berlin und Kopenhagen. Ihre Schwerpunkte liegen in der rassismuskritischen und diversitätssensiblen Bildungsarbeit sowie den Themenbereichen Intersektionalität, Nationalismus und Rechtspopulismus.

Aert van Riel ist wissenschaftlicher Mitarbeiter der Melde- und Informationsstelle Antiziganismus.

Alina Voinea (B. A. Journalistik, M. A. European Studies/Zentralbereich Kultur) ist seit dem Frühjahr 2025 Ansprechperson des Landes Berlin zu Antiziganismus. Nach dem Studium war sie in der Migrationsberatung sowie in der politischen Jugend- und Erwachsenenbildung tätig. In ihrer Bildungsarbeit setzte Alina Voinea ihre Schwerpunkte auf die Kritik von Antiziganismus/Rassismus gegen Rom*nja und Sinti*zze.