Heft 1/2018: HEURISTIKEN

Gesellschaft und Politik sind in Bewegung, der Sog der öffentlichen und politischen Debatte zieht nach rechts. Dies trifft mit besonderer Wucht all jene, die von Rassismus und Antisemitismus betroffen sind, aber auch diejenigen, welche sich professionell oder ehrenamtlich dagegen engagieren. Gleichzeitig sind in den vergangenen Jahren in Wissenschaft und Praxis diverse Konzepte entwickelt worden, die systematisch Abwertung und Ausgrenzung von Personen analysieren.

„Sind wir gut und noch richtig aufgestellt?“ steht unter den sich verändernden gesellschaftlichen Vorzeichen laut und mit Dringlichkeit im Raum. Die Frage lautet schlicht: Was sind mit Blick auf die gegenwärtigen Herausforderungen (jeweils) brauchbare Konzepte?

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Autoren

Reiner Becker
Dr., Politikwissenschaftler, Leiter des Demokratiezentrums Hessen an der Philipps-Universität Marburg, Mitglied der Redaktion.

Dierk Borstel
Dr., Professor für praxisorientierte Politikwissenschaft an der Fachhochschule Dortmund.

Anne Broden
war 17 Jahre Leiterin des Informations- und Dokumentationszentrums für Antirassismusarbeit in Nordrhein-Westfalen (IDA-NRW). Sie arbeitet freiberuflich zu den Themen Rassismus- und Antisemitismuskritik, Migrationspädagogik, Migrationssoziologie sowie Rechtsextremismusprävention.

Kai Dietrich
Sozialpädagoge M.A., seit 2010 Projektmitarbeiter der Arbeitsgemeinschaft Jugendfreizeitstätten (AGJF) Sachsen e.V. u.a. zu den Themen Jungenarbeit und geschlechterreflektierende Auseinandersetzung mit Neonazismus und anderen Ablehnungen in der Jugendarbeit.

Claudia Jach
Politikwissenschaftlerin, arbeitet als Referentin für politische Bildung bei dem Verein Gesicht Zeigen! Für ein weltoffenes Deutschland.

Deborah Krieg
studierte Geschichte, Germanistik und Politologie in Frankfurt am Main. Seit 2008 ist sie Bildungsreferentin und seit 2013 stellvertretende Direktorin in der Bildungsstätte Anne Frank.

Beate Küpper
ist Professorin für Soziale Arbeit in Gruppen und Konfliktsituationen an der Hochschule Niederrhein. Sie arbeitet seit vielen Jahren zu den Themen Vorurteile, Diskriminierung, Diversity und Rechtspopulismus u. a. als Mitarbeiterin im 10-jährigen-Projekt Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit und Koautorin der FES-Mitte-Studie 2016. Mitglied der Redaktion.

Paul Mecheril
ist Professor für Migration und Bildung an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg und leitet dort das Center for Migration, Education and Cultural Studies.

Meron Mendel
Dr. phil., ist Erziehungswissenschaftler, Historiker und seit 2010 Direktor der Bildungsstätte Anne Frank – Zentrum für politische Bildung und Beratung Hessen, Dozent am Fachbereich Erziehungswissenschaften der Goethe-Universität Frankfurt am Main.

Kurt Möller
Dr., Professor für Theorien und Konzepte Sozialer Arbeit an der Hochschule Esslingen; Lehr- und Forschungsschwerpunkte u. a.: (Rechts-)Extremismus, Gewalt, Diskriminierung und Pauschalisierende Ablehnungskonstruktionen (PAKOs), u. a. Evaluationen von Aussteigerprogrammen und sozialpädagogischer Distanzierungsarbeit. Publikationen: siehe unter http://www.hs-esslingen.de/mitarbeiter/kurt-moeller.html.

Meron Mendel
Dr. phil., ist Erziehungswissenschaftler, Historiker und seit 2010 Direktor der Bildungsstätte Anne Frank – Zentrum für politische Bildung und Beratung Hessen, Dozent am Fachbereich Erziehungswissenschaften der Goethe-Universität Frankfurt am Main.

Helmolt Rademacher
Lehrer, Dipl.-Pädagoge; war Leiter des Projekts Gewaltprävention und Demokratielernen (GuD) des Hessischen Kultusministeriums, Mitglied im geschäftsführenden Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Demokratiepädagogik (DeGeDe).

Judith Rahner
studierte Gender-Studies, Musik- und Erziehungswissenschaften und ist seit vielen Jahren in der Jugend- und Erwachsenenbildung tätig. Sie ist Bildungsreferentin und Leiterin der Fachstelle Gender, GMF und Rechtsextremismus bei der Amadeu Antonio Stiftung.

Lars Rensmann
ist Professor für Europäische Politik und Gesellschaft an der Reichsuniversität Groningen (Niederlande). Forschungsschwerpunkte: Europäische Politik, Kosmopolitismus, Rechtsextremismus, rechtspopulistische Parteien, Antisemitismus, globale politische Theorie und Kritische Theorie.

Katharina Rhein
Pädagogin, Soziologin und bald promovierte Erziehungswissenschaftlerin. Sie gehört seit Sommer 2017 zum pädagogischen Team der Bildungsstätte Anne Frank – Zentrum für politische Bildung und Beratung Hessen und ist Mitarbeiterin der Forschungsstelle NS-Pädagogik an der Goethe-Universität Frankfurt.

Saphira Shure
ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg und arbeitet dort in einem Projekt zu „Lehrer/innen-Bildung in der Migrationsgesellschaft“.

Marian Spode
Historiker, arbeitet als Referent für politische Bildung bei dem Verein Gesicht Zeigen! Für ein weltoffenes Deutschland.

Tom David Uhlig
M.Sc. Psy., arbeitet an der Bildungsstätte Anne Frank an einem Modellprojekt zu Antisemitismus in der politischen Linken.

Manfred Wittmeier
Dr. phil., Erziehungswissenschaftler, wiss. Mitarbeiter an der Uni Frankfurt am Main; Projektecoach im Beratungsnetzwerk Hessen; Vorstand für „Zusammenhalt durch Teilhabe“ Naturfreunde Hessen.

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