Heft 2/2017: DISKURSVERSCHIEBUNG

Die Themen Rechtspopulismus und Radikalisierung haben in den vergangenen zwei Jahren rasant an Bedeutung gewonnen. Fast keine Woche vergeht, in der das Thema nicht in den politischen Sparten, im Feuilleton der großen Zeitungen oder in wissenschaftlichen Publikationen behandelt wird. Es scheint allerdings so, als habe sich zugleich eine Art Gewöhnungseffekt eingestellt und der Rechtspopulismus in der öffentlichen Debatte seinen Schrecken verloren.

Vielerorts wird um die angemessenen Formen der Auseinandersetzung gerungen. Soll man mit den Rechten sprechen, weil sich dies für eine wehrhafte Demokratie und Demokrat_innen so gehört? Oder haben Rechte, die Menschenfeindlichkeit verbreiten, im demokratischen Raum nichts zu suchen? Ist es gar töricht, der Rechten zu viel Podium zu bieten, weil sie dies in der Eigendynamik von Podien nur befördert? Wann, wie, unter welchen Bedingungen und mit wem kann, soll, muss man sich auseinandersetzen oder auch nicht? Antworten dazu finden Sie in den Beiträgen des aktuellen Hefts Diskursverschiebung.

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Autoren

Marina Chernivsky
Leiterin des „Kompetenzzentrums für Prävention und Empowerment“ der Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland, Trainerin und Supervisorin u. a. zu Diversität, Antisemitismus, Rassismus, Migration, Identitäts- und Erinnerungspolitik, Empowerment und kritische Soziale Arbeit.

Ramona Kahl
Dr. phil., Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Demokratiezentrum Hessen sowie im BMBF-Projekt „WM³ – Weiterbildung Mittelhessen“ am Institut für Erziehungswissenschaft der Philipps-Universität Marburg.

Lisa-Marie Klose
studiert Politikwissenschaft an der Philipps-Universität Marburg und arbeitet in der Projektgruppe „Parlamentarische Strategien der AfD“ bei Prof. Benno Hafeneger.

Christiane Leidinger
Politik- und Sozialwissenschaftlerin, seit WS 2016/17 für zwei Jahre Gastprofessorin für Geschlechtersoziologie und Empowerment an der Hochschule Düsseldorf.

Michael Minkenberg
Prof. Dr. phil., lehrt Vergleichende Politikwissenschaft an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder). Von 2007 bis 2010 hatte er den Max Weber Chair for German and European Studies an der NYU inne.

Heike Radvan
Prof. Dr. phil., Dipl.-Sozialpädagogin und Erziehungswissenschaftlerin, Professorin am Fachbereich Soziale Arbeit an der Brandenburgisch Technischen Universität Cottbus seit SoSe 2017, 2002 – 2017 Mitarbeiterin der Amadeu Antonio Stiftung, u. a. Leiterin der Fachstelle Gender und Rechtsextremismus.

Miriam Sitter
Dr. phil., Sozialwissenschaftlerin und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Sozial- und Organisationspädagogik der Stiftung Universität Hildesheim.

Frank Stauss
Dipl. Politologe, Studium in Heidelberg, Washington und Berlin, Fulbright Stipendiat, Geschäftsführender Gesellschafter der Agentur BUTTER, begleitete bisher 25 Wahlkämpfe in 20 Jahren.

Annette Dorothea Weber
Künstlerische Leitung des COMMUNITYartCENTERmannheim. Nach einem Studium an der UDK Berlin arbeitete sie von 1998 bis 2002 als Dramaturgin, Regieassistentin und Regisseurin im Kinder- und Jugendtheater am Nationaltheater Mannheim, seit 2002 ist sie als freie Regisseurin tätig.

Almut Zwengel
Prof. habil. Dr., Soziologie mit Schwerpunkt interkulturelle Beziehungen, Hochschule Fulda, Fachbereich Sozial- und Kulturwissenschaften.

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