Heft 1/2017: ZEITENWENDE

Seit der Aufnahme von über 900.000 Flüchtlingen im Sommer 2015 findet in Deutschland ein tiefgreifender gesellschaftspolitischer Wandel statt. Zunehmende Anzeichen der Verhärtung und Verrohung der öffentlichen Debatten und eine Veränderung der politischen Kultur sind erkennbar. Dieses Heft geht der Frage nach, was die Ereignisse mit der Stimmung im Land gemacht haben. Während einerseits rechtspopulistische Kräfte erstarken, Hass und Hetze gegen Minderheiten mitunter in Gewalt umschlagen, ist andererseits das Engagement der Zivilgesellschaft in der Flüchtlingsarbeit ungebrochen. Trotz einer mehrheitlichen Zustimmung zur Demokratie in der Bevölkerung ist eine tiefe Spaltung und Polarisierung der Gesellschaft erkennbar – eine Zeitenwende?

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Autoren

Brigitte Bailer-Galandar
Sozialwissenschaftlerin und Historikerin, Dozentin am Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien und seit 1979 wissenschaftliche Mitarbeiterin bzw. 2004-2014 Leiterin des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstandes in Wien. Ihre Forschungsschwerpunkte: Verfolgung in der NS-Zeit, Aufarbeitung der NS-Zeit nach 1945, Rechtsextremismus in Österreich.

Reiner Becker
Dr., Politikwissenschaftler, Leiter des Demokratiezentrums Hessen an der Philipps-Universität Marburg, Mitglied der Redaktion.

Wolfgang Bergem
apl. Prof. Dr., Politikwissenschaftler an der Universität Siegen, Sprecher des Arbeitskreises „Politik und Kultur“ der Deutschen Vereinigung für Politikwissenschaft (DVPW) und freier Mitarbeiter des Instituts für Demokratie- und Partizipationsforschung (IDPF) der Bergischen Universität Wuppertal.

Irina Bohn
Leiterin des Geschäftsfelds „Sozialer Zusammenhalt und Beteiligung“ am Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik e. V., Frankfurt/M.

Christian Demuth
Dr., Politikwissenschaftler, derzeit angestellt u. a. in der SPD-Landtagsfraktion Sachsen. Letzte Veröffentlichungen: Politische Bildung nach Pegida (Berlin 2016). Er ist Vorsitzender des Herbert-Wehner-Bildungswerks sowie des Vereins Bürger.Courage in Dresden.

Patrick Franke
Prof. Dr., seit 2009 Inhaber des Lehrstuhls für Islamwissenschaft an der Universität Bamberg. Vorstandsmitglied der Deutschen Morgenländischen Gesellschaft (DMG) sowie der Annemarie-Schimmel-Stiftung und Fachher-ausgeber der Zeitschrift der DGM für den Bereich Islamwissenschaft.

Sina Gögen
MA, Universität Hamburg, Turkologie. Ihre Masterarbeit hatte die Onlinepropaganda der Terrororganisation „Islamischer Staat“ in der Türkei zum Thema.

Margarete Jäger
Dr., Sprachwissenschaftlerin. Sie leitet zurzeit das Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung (DISS). Ihre Themenschwerpunkte sind Politik-, Medien- und Alltagsdiskurse, insbesondere in Bezug auf Rassismus, Migration, Rechtsextremismus, Krieg und Gender.

Barbara Menke
Bundesgeschäftsführerin von Arbeit und Leben, Vorsitzende des Bundesausschuss Politische Bildung (bap) e. V. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind Grundsatzfragen der politischen Jugend- und Erwachsenenbildung, Professionsentwicklung, Entwicklung von Projekten in der Weiterbildung.

Andreas Vogl
BA. Er studiert derzeit den Masterstudiengang Islamwissenschaft an der Universität Bamberg.

Regina Wamper
Dr. des., Politikwissenschaftlerin. Sie arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung (DISS). Ihre Themenschwerpunkte sind Diskursanalyse, die extreme Rechte, Flucht und Migration und Antifeminismus.

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